Urlaubsziel Norwegen

Das Kongeriket Norge (Königreich Norwegen), so der offizielle Name, besteht aus den westlichen und nördlichen Teilen der skandinavischen Halbinsel sowie den arktischen Inselgruppen Jan Mayen und Svalbard. Der Landesname Norwegen bedeutet vermutlich „Weg nach Norden“ und ist auf die Wikingerzeit zurückzuführen.

Norwegen hat inzwischen über 5 Millionen Einwohner und eine Gesamtfläche von 385.199 km². Die Bevölkerungsdichte liegt bei 14 Einwohnern pro km². Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa 230 Einwohner auf einem km².

Norwegen ist kein Mitgliedsstaat der Europäischen Union, gehört gemeinsam mit Island, Liechtenstein und der Schweiz jedoch zur Europäischen Freihandelsassoziation und erfüllt damit beinahe alle EU-Richtlinien. Die Landeswährung ist die norwegische Krone, abgekürzt auch NOK genannt.

Die Hauptstadt Oslo ist mit ca. 630.000 Einwohnern die größte Stadt Norwegens. Die zweitgrößte Stadt mit knapp 270.000 Einwohnern ist Bergen. Außer den bekannten Wintersport-Orten Lillehammer und Hamar liegen alle größeren norwegischen Städte an der Küste.
Das Land bezieht aufgrund der großen Wasserflächen seinen Strom zu rund 99 Prozent aus Wasserkraft. Das mit dieser Technologie verbundene Wissen, vor allem aber die Entdeckung der natürlichen Ressourcen Erdöl und Erdgas, haben Norwegen gemessen am Pro-Kopf-Einkommen zu einem der reichsten Länder der Welt gemacht.

Der norwegische Nationalfeiertag ist der 17. Mai, der Tag des Grundgesetzes. Die Norweger hatten sich am 17. Mai 1814 eine eigene Verfassung gegeben, die sie trotz schwedischer Herrschaft durchsetzen konnten.

Geografisches

Gebirgsketten, Hochebenen und tiefe Fjorde kennzeichnen die Geografie des Landes. Nur etwa drei Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Mehr als 80 Prozent hingegen sind von zum Teil forstwirtschaftlich nutzbaren Wäldern, von Gebirgen und Hochebenen geprägt.

Norwegen ist eines der wenigen Länder der Erde, in denen es so genannte Fjorde gibt – tief ins Land hineinreichende Meeresarme. Der Sognefjord etwa ist mit 204 Kilometern der längste Fjord Europas und mit bis zu 1.308 Metern Tiefe der tiefste Fjord der Welt. Die Länge der norwegischen Küstenlinie inklusive der Fjorde, Buchten und Inseln, beträgt rund 57.000 Kilometer.

Klimatisches

Das Klima variiert in den einzelnen Regionen zum Teil sehr stark, weil hohe Gebirgszüge das Festland teilen. Die Niederschläge in Norwegen kommen in der Regel von der See. Zudem teilen hohe Gebirgszüge das Festland. Geschützt von den Berghängen weist das ostnorwegische Binnenland daher ein eher kontinentales Klima auf, was so nahe der Küste ungewöhnlich ist.

An der Westküste werden im Jahresschnitt 8 Grad Celsius gemessen. Das macht die Region zur wärmsten Norwegens. Die kälteste jährliche Durchschnittstemperatur mit Werten unter dem Gefrierpunkt wird in den Gebirgsregionen gemessen. Die kältesten Monate des Jahres sind Januar und Februar, die wärmste Zeit im Binnenland ist Mitte Juli. Die Küsten- und Bergregionen erreichen ihre Jahreshöchsttemperaturen generell etwas später.

Welterbestätten

Acht kultur- und naturhistorisch bedeutsame Orte Norwegens stehen auf der Welterbeliste der Unesco: das mittelalterliche Hanseviertel Bryggen in Bergen, die Stabkirche von Urnes aus dem 12. Jahrhundert, die steinzeitlichen Felszeichnungen von Alta, die Bergwerkstadt Røros aus dem 17. Jahrhundert, das Vega-Archipel in Nordnorwegen, der zur Meridian-Vermessung angelegte Struve-Bogen sowie der Geirangerfjord und der Nærøyfjord, ein Seitenarm des Sognefjords.

Nationalparks

Insgesamt gibt es 44 norwegische Nationalparks. 37 davon befinden sich im skandinavischen Stammland, sieben auf Svalbard. Die Hardangervidda in Südnorwegen ist mit 3.422 km² Fläche nicht nur der größte Nationalpark Norwegens, sondern auch die größte Hochgebirgsebene der Welt. Die Berge Galdhøpiggen (2.469 Meter) und Glittertind (2.464 Meter) sind die höchsten Berge Norwegens. Sie gehören zum Nationalpark Jotunheimen.

(Siehe auch Innovation Norway, www.innovationnorway.no)

Reist man durch Norwegen, fällt immer wieder auf, dass seine Bewohner die Gegensätze ihres Landes auf eine sehr sympathische, erfrischende und unkomplizierte Art miteinander zu verbinden wissen. So stellen die meisten Besucher ziemlich bald überrascht fest, dass die Norweger viel offener und freundlicher sind, als es dem gängigen Klischee vom kühlen, zugeknöpften Skandinavier entspricht. Die nächste Überraschung dürfte dann bei vielen die Erkenntnis sein, dass die Landschaft Norwegens in Wirklichkeit noch viel atemberaubender ist, als jeder Reiseführer sie zu schildern vermag. Allein die enorme Weite des Landes ist besonders für Besucher aus den dicht besiedelten Ländern Mitteleuropas ein beindruckendes Erlebnis. Würde man Norwegen an seiner Südspitze bei Kristiansand um 180 Grad nach unten drehen, käme das Nordkap etwa auf der Höhe von Rom zu liegen. Trotz dieser beeindruckenden Länge ist das Land dank seiner mittlerweile hervorragend ausgebauten Straßen und Eisenbahnen bequem zu bereisen.

(aus Polyglott Apa Guide „Norwegen“ 2005/2006, Seite 15)

 

Bewegte Bilder aus dem Angelparadies Norwegen

Angeln im Romsdalsfjord (Teil 1 und 2)

Der Romsdalsfjord in Norwegen zählt sicher zu den besten und schönsten Angelrevieren des Landes.
Vor allem die kampfstarken und zahlreich vorkommenden Köhler (Seelachse) ziehen Jahr für Jahr viele Angler an und auf den Fjord. Matze Wendt und Waldo Krause machten sich ebenfalls auf den Weg dorthin, um zu erfahren wie es ist, wenn einem ein Fisch plötzlich bis zu 100 Meter Schnur von der Rolle reißt….

Angeln in Südnorwegen (Teil 1 und 2)

Waldo Krause und Matze Wendt starten zu einer kleinen Angel-Rundreise durch den äußersten Süden von Norwegen, durch die Region Sørlandet. Dort sind nicht nur vor der Küste und in den Fjorden tolle Fänge möglich, sondern auch in den zahlreichen Flüssen und Seen.

Hechtangeln in Südnorwegen (Trailer)

Auch der Hecht ist in vielen norwegischen Gewässern zahlreich vertreten und wächst zu stattlichen Größen heran, denn er findet hier ideale Lebensbedingungen vor und wird nur wenig beangelt. Vor allem die großen Seen in der Region Gjøvik im Südosten von Norwegen – wie etwa Mjøsa, Tyrifjord, Steinsfjord und Krøderen – sind wahre Perlen, die sich kein Raubfischangler entgehen lassen sollte.

Meeresangeln mit Rainer Korn in der Region Bergen

Der bekannte Meeresangel-Spezialist Rainer Korn (Chefredakteur der Zeitschrift „Kutter und Küste“) stellt die Angelanlage „Nautnes Fiskevaer“ vor. Das Seegebiet vor Nautnes ist unter Anglern vor allem durch die riesigen Lengs bekannt geworden, die hier in den vergangenen Jahren gefangen wurden. Doch auch Dorsch, Lumb, Köhler, Pollack und Rotbarsch sind in diesem Spitzenrevier eine häufige Beute der Meeresangler.

Ruckzuck in die Telemark