Meerforelle

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de

Lateinischer Name: Salmo trutta trutta
Norwegischer Name: Sjøørret, Sjøaure

Vorkommen: Meerforellen kommen in den meisten Flüssen Norwegens vor – vorausgesetzt, diese verfügen über eine Verbindung zum Meer. Denn von dort ziehen die Meerforellen in die Fließgewässer, um zu laichen und so für Nachwuchs zu sorgen.
Wann der Aufstieg der Meerforellen in die Fließgewässer statt findet, ist pauschal nicht zu sagen. In manche Flüsse oder Flusssysteme ziehen die Fische bereits im Mai/Juni, in andere erst später im Sommer oder sogar im Herbst, also im September/Oktober. Auch in den Frühjahrsmonaten halten sich viele Meerforellen (noch) in den Flüssen auf, dies sind jedoch meist so genannte „Absteiger“, also Fische, die vom Laichen kommen und dadurch in relativ schlechter Verfassung sind.
Natürlich kann man auch an der norwegischen Küste und in den Fjorden auf Meerforellen treffen – besonders, aber nicht nur, in der Nähe von Bach- oder Flussmündungen.

Größe: Die Durchschnitts- und Maximalgröße der in Norwegen vorkommenden Meerforellen schwankt erheblich und ist vor allem stammabhängig. Es gibt Stämme, die kleinwüchsig sind, und es gibt solche, die als großwüchsig bezeichnet werden können. Kleinwüchsige Stämme bringen nur selten Fische von mehr als 50 Zentimetern Länge hervor, bei großwüchsigen hingegen sind Exemplare von über einem Meter Länge möglich. Der aktuelle norwegische Rekord liegt bei 13,2 Kilo und wurde im Skibotnelva in der Region Troms / Nordnorwegen gefangen.

Angelmethoden: An der Küste und in den Fjorden werden Meerforellen vor allem beim Spinnfischen und Schleppen gefangen. Letzteres ist eine vor allem unter norwegischen Anglern beliebte Methode. Hierbei werden zwischen dem Boot und einem schwimmenden Scherbrett (norw. Otter) mehrere Fliegen an Seitenarmen oberflächennah geschleppt. Oder es wird mit Blinkern oder Wobblern gefischt, die in einer Entfernung von ca. 20 bis 40 Metern hinter dem Boot laufen oder per Downrigger und anderen Tauchhilfen auf die gewünschte Tiefe gebracht werden.
In den Fließgewässern ist neben dem Spinnfischen auch das Fliegenfischen eine beliebte und erfolgreiche Methode. In vielen norwegischen Meerforellengewässern ist auch das Wurmangeln erlaubt und gehört dort zu den häufig praktizierten – und erfolgreichen – Angelmethoden.

Köder: Beim Spinnfischen kommen meist Blinker, Spinner, Devons, Spinnfliegen und Wobbler zum Einsatz, beim Schleppen vor allem Blinker, Wobbler und Schleppsysteme.
Für das Fliegenfischen eignen sich Streamer und Tubenfliegen besonders gut. Beim Angeln mit Naturködern sind Würmer erste Wahl.

Beste Angelzeit:
An der Küste ganzjährig, in den Flüssen von Mai bis Oktober

Laichzeit: November/Dezember