Wolfsbarsch

Foto: Tommy Egra
Foto: Tommy Egra

Lateinischer Name: Dicentrarchus labrax
Norwegischer Name: Havabbor

Vorkommen: Dass der Wolfsbarsch auch in norwegischen Küstengewässern und Fjorden vorkommt, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Vor allem im Oslofjord sowie an der Südküste leben jedoch lokale Stämme, die sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt haben. Die Folge: In vielen Bereichen ist mittlerweile ein gezieltes Angeln auf diese kampfstarken und leckeren Fische möglich, das bislang aber hauptsächlich von einheimischen Experten praktiziert wird.
In den Sommermonaten halten Wolfsbarsche sich gerne in flachem Wasser bis 10 Meter Tiefe oder nahe der Oberfläche auf. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen, aber auch aus Krebsen und Weichtieren. Etwa ab Oktober ziehen sie sich in tiefere Bereiche zurück. Kleinere Exemplare treten häufig in Schwärmen auf, mit zunehmendem Alter werden die Fische jedoch zu Einzelgängern oder jagen in kleinen Trupps.

Größe: Wie viele andere Barschartige braucht auch der Wolfsbarsch relativ lange, um seine mittlere Größe zu erreichen, die bei etwa 50 Zentimetern liegt. Fische dieser Größe sind bereits sechs bis acht Jahre alt. Die maximale Länge von Wolfsbarschen liegt bei etwas über einem Meter, das maximale Gewicht bei rund 10 Kilo.
Der norwegische Rekord-Wolfsbarsch wog stolze 6,17 Kilo und wurde 2015 im Dalsfjord (Westnorwegen) gefangen.

Angelmethoden: Auf Wolfsbarsche wird hauptsächlich mit der Spinn- oder Fliegenrute gefischt, und zwar sowohl vom Ufer als auch vom Boot. Da die Fische als sehr scheu gelten, sollte man besonders beim Bootsangeln jede Art von Lärm vermeiden.
Das Angeln auf Wolfsbarsch mit Naturködern ist besonders an den Küsten Frankreichs, Hollands und Großbritanniens äußerst populär. In Norwegen wird es jedoch kaum betrieben.

Köder: Beim Spinnfischen kommen schlanke Wobbler und Blinker sowie Oberflächenköder zum Einsatz. Sehr gut geeignet sind auch Sandaal-Imitationen aus Gummi. Beim Fliegenfischen zählen Herings- und Sandaal-Imitationen zu den besten Ködern. Tagsüber kommen helle oder reflektierende Köder zum Einsatz, während der Dämmerung sind eher rote, violette, braune oder schwarze Köder vorzuziehen.

Beste Angelzeit: Juni bis September, vor allem in der Dämmerung und bei bewölktem Himmel. Gelegentlich kann man die Fische aber auch bei sonnigem Wetter beim Rauben an der Wasseroberfläche beobachten.

Laichzeit: Frühjahr