Pollack

Foto: Matthias Wendt, ww.media-army.de

Lateinischer Name: Pollachius pollachius
Norwegischer Name: Lyr

Vorkommen: Pollacks kommen hauptsächlich in Süd-, West- und Mittelnorwegen vor, im Norden des Landes sind sie dagegen eher selten. Kleinere Exemplare bis etwa 3 Kilo findet man häufig in unmittelbarer Nähe zum Ufer. Dort lauern und jagen sie in Tangwäldern, zwischen Felsen, an Riffen und oft auch im Freiwasser. Größere Pollacks sind meist nur weiter draußen und in Tiefen bis zu 100 Meter zu finden – besonders an Plateaus, Riffen, Abbruchkanten und Wracks. Trotzdem werden Pollacks nur selten fernab der Küste gefangen, denn insgesamt betrachtet gelten sie als Küstenfische und obendrein als relativ standorttreu.

Größe: Die Pollacks an der norwegischen Küste und in den Fjorden sind im Schnitt 50 bis 60 Zentimeter lang und 2 bis 3 Kilo schwer. Weiter draußen im tieferen Wasser lauern meist größere Exemplare, die in seltenen Fällen bis zu 1,20 Meter lang und 12 Kilo schwer sein können. Der norwegische Rekord-Pollack, gefangen im Mai 2013 im Halsafjord, wog sogar 13,8 Kilo.

Angelmethoden: Wer in Norwegen kein Boot zur Verfügung hat oder an Windtagen notgedrungen vom Ufer aus angelt, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den einen oder anderen Pollack fangen. Allerdings ist dies alles andere als eine Notlösung, denn Pollacks sind starke Kämpfer, die besonders an leichtem bis mittelschwerem Spinngerät erbitterte Drills mit rasanten Fluchten liefern können.
Beim Spinnfischen vom Boots ist es ratsam, den Köder auch mal dicht – oder sehr dicht – unter Land zu präsentieren, denn oft stehen die Fische direkt an steil abfallenden Ufern.
Fischt man weiter draußen über Riffen, Unterwasserbergen oder Wracks, kann neben dem Spinnfischen mit Gummiködern oder Blinkern auch das Pilken eine erfolgreiche Methode sein.
Wenig praktiziert, aber durchaus Erfolg versprechend ist auch das Angeln mit Naturköder-Montagen und Paternostern.

Köder: Ganz gleich, ob mit Kunst- oder Naturködern gefischt wird: Pollacks mögen lebendig wirkende Köder. Ob ein Köder im Wasser lebendig wirkt oder nicht, liegt in der Macht des Anglers, der ihn anbietet. Als besonders fängig haben sich Gummifische erwiesen, dicht gefolgt von Twistern und Blinkern. Wer es mit Pilkern probieren möchte, sollte möglichst leichte Modelle mit lebhaftem Spiel verwenden. Auf knallige Köderfarben sollte besser verzichtet werden, denn Pollacks sprechen am besten auf Köder in natürlichen Farben an.
Stichwort „natürlich“: Pollacks lassen sich auch mit Naturködern fangen. Am besten geeignet sind Seeringelwürmer, tote Sandaale sowie Fischfetzen. Auch diesen Ködern sollte unbedingt Leben eingehaucht werden, da sie sonst von den Pollacks verschmäht werden.
Ebenfalls möglich: das Angeln mit Feder-Paternostern, wie sie auch beim Makrelenangeln verwendet werden. Allerdings fallen auf diese Köder meist nur kleine Pollacks herein.

Beste Angelzeit: Ganzjährig, mit Schwerpunkt in den Monaten Juni bis September.

Laichzeit: je nach Wassertemperatur zwischen März und Juni