Leng

Foto: Waldemar Krause / www.media-army.de

Lateinischer Name: Molva molva
Norwegischer Name: Lange

Vorkommen: Lengs kommen an der gesamten norwegischen Küste und in zahlreichen Fjorden vor, die besten Leng-Reviere befinden sich in Süd-, West- und Mittelnorwegen. Hier werden auch die größten Exemplare gefangen. Das Verbreitungsgebiet reicht bis Nordnorwegen, jedoch werden dort hauptsächlich kleinere Exemplare gefangen.
Lengs lieben das tiefe Wasser deutlich unterhalb der 50-Meter-Linie, die besten Fanggründe befinden sich in Tiefen zwischen 100 bis 200 Metern. Besonders die großen Lengs bevorzugen felsigen Grund mit Abbruchkanten und tiefen Löchern.
Bekannte Leng-Reviere, die immer wieder gute Fische hervorbringen, liegen unter anderem im Bjørnafjord, in der Inselkette vor Bergen sowie vor den Inseln Hitra und Frøya.
Eine weitere, in norwegischen Küstengewässern vorkommende Art ist der Blauleng. Dieser wird aufgrund der Tatsache, dass er hauptsächlich in Tiefen zwischen 200 und 1000 Meter lebt, relativ selten von Anglern gefangen. Vom normalen Leng unterscheidet er sich durch seine größeren Augen, den blau schimmernden Bauch und den kürzeren Bartfaden.

Größe: Die Durchschnittsgröße von Lengs liegt bei 80 bis 100 Zentimetern, was einem Gewicht von etwa 4 bis 7 Kilo entspricht. Die maximale Größe liegt bei 1,80 Meter und etwa 40 Kilo. Der aktuelle norwegische Rekord-Leng wurde im April 2012 von einem deutschen Angler vor der Insel Hitra (Mittelnorwegen) gefangen und wog 46,7 Kilo.

Angelmethoden: Lengs werden hauptsächlich beim schweren Naturköderangeln in größeren Tiefen gefangen. Besonders beliebt und Erfolg versprechend ist hierbei das Angeln mit so genannten Nachläufersystemen. Da in der Regel in großen Tiefen gefischt wird und zwischen 300 und 1000 Gramm schwere Bleie verwendet werden, ist schweres Gerät der 30 bis 50 lb-Klasse erforderlich, die (Multi-) Rollen sollten mit mindestens 500 Meter 0,30 bis 0,40 Millimeter starker Geflechtschnur gefüllt sein. Seit einigen Jahren setzen sich beim schweren Naturköderangeln elektrische Multirollen durch. Sie erleichtern das Angeln in großen Tiefen und mit schweren Bleigewichten erheblich.
Eine weitere Angelmethode, mit der immer wieder gute Lengs gefangen wird, ist das schwere Pilken. Auch hierfür ist recht schweres Gerät erforderlich, die Ködergewichte liegen meist bei 300 bis 500 Gramm, in sehr tiefem Wasser auch bis zu 800 Gramm.

Köder: Beim Naturköderangeln kommen Köder wie frische Makrelen, Heringe oder kleine Köhler zum Einsatz – und zwar entweder ganz oder als Fetzen. Beim Angeln mit Pilkern ist es wichtig, den Haken vor dem Ablassen des Köders mit Fischfetzen zu garnieren.

Beste Angelzeit: Ganzjährig, mit Schwerpunkt im Herbst und Winter (September bis Februar)

Laichzeit: März bis Juni