Heilbutt

Foto: Matthias Wendt, www.media-army.de

Lateinischer Name: Hippoglossus hippoglossus
Norwegischer Name: Kveite

Vorkommen: Der Heilbutt ist, wenn es ums Meeresangeln in Norwegen geht, sicher einer der begehrtesten Zielfische. Die steigende Beliebtheit dieser Fischart hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass von Anglern zahlreiche gute Reviere entdeckt wurden, die bis dahin einheimischen Berufsfischern vorbehalten, oder sogar gänzlich unbekannt waren.
Der Heilbutt kommt vor allem an der Küste und in den Fjorden Mittel- und Nordnorwegens vor, vereinzelt aber auch in West- und Südnorwegen. Meistens wird der Heilbutt in Tiefen zwischen 10 und 50 Metern beangelt. Gerade im Frühjahr trifft man ihn teilweise auch in extrem flachen Bereichen an. Besonders aussichtsreiche Angelstellen sind Sunde, Buchten und Plateaus mit sandigem bis kiesigem Grund. Je nachdem, welche Nahrung die Fische gerade aufnehmen, variieren auch die Stellen, an denen man sie als Angler suchen muss. Sind Heilbutte beispielsweise auf Krebse aus, bewegen sie sich eher in Grundnähe, bei der Jagd nach Fischen hingegen auch oft im Mittelwasser.

Größe: Unter günstigen Bedingungen können Heilbutte zu wahren Giganten heranwachsen. Norwegischen Berufsfischern gelangen in der Vergangenheit schon Fänge von rund 300 Kilo schweren Exemplaren. Es ist also alles möglich. Am häufigsten sind jedoch Exemplare von etwa 70 bis 100 Zentimetern Länge, die dann rund 10 Kilo wiegen. Fische mit einem Gewicht von 20 bis 40 Kilo sind in guten Heilbutt-Revieren jedoch jederzeit möglich. Bemerkenswert ist, dass Exemplare dieser Größe gerade erst laichreif sind.
Der aktuelle norwegische Rekord-Heilbutt wurde im Juli 2013 von einem deutschen Angler im Lakseford (Nordnorwegen) gefangen und wog sagenhafte 233,5 Kilo.

Angelmethoden: In früheren Jahren wurden Heilbutte von Anglern meist nur durch Zufall gefangen. Sowohl beim Pilken als auch beim Naturköderangeln kam und kommt es immer wieder vor, das Butte den Köder teilweise bis dicht unter die Wasseroberfläche verfolgen – meist zur Überraschung der Angler, die dann häufig nicht schnell genug reagieren.
Mittlerweile wird in den bekannten Heilbutt-Revieren Mittel- und Nordnorwegens aber auch gezielt auf die „Platten“ geangelt. Vor allem das Angeln mit Gummifischen hat sich hier zu einer beliebten und erfolgreichen Angelmethode entwickelt, teilweise bringt auch das Schleppen gute Erfolge. Aber auch das klassische Heilbuttangeln mit Pilkern und toten Köderfischen bringt nach wie vor gute und viele Fische ans Tageslicht.

Köder: Beim Pilken kommen vor allem die klassischen norwegischen Modelle wie Bergmann- Pilker oder der Svenskepilk zum Einsatz. Chromfarbene Pilker bringen meist mehr Fisch als bunte „Ostseepilker“. Für das Angeln mit Gummifischen eignen sich besonders die großen, über 20 Zentimeter langen Modelle. Die Gewichte variieren je nach Angeltiefe und Strömungsverhältnissen. Bei wenig Strömung und Tiefen bis 30 Meter können Bleiköpfe zwischen 60 und 100 Gramm ausreichend sein, in anderen Fällen sind mitunter auch schwerere Kaliber von bis zu 300 Gramm nötig.
Beim Naturköderangeln auf Heilbutt werden gerne tote Köderfische angeboten, wie zum Beispiel kleine Rotbarsche oder Köhler. Fischfetzen sind weniger fängig.

Beste Angelzeit: Mai bis Oktober

Laichzeit: Winter