Mit Technik zum Fisch – und zurück

Wer mit einem Boot zum Angeln auf Fjord und Meer hinausfährt, sollte sich die moderne Technik zunutze machen. In Norwegen sind mittlerweile fast sämtliche Mietboote mit Echolot und GPS-Empfänger ausgestattet. Diese Geräte können nicht nur bei der Suche nach Angelplätzen und Fischen äußerst hilfreich sein, sie dienen auch der eigenen Sicherheit. Trotzdem sollte man sich niemals ausschließlich auf diese Geräte verlassen und immer auch mit offenen Augen und gesundem Menschenverstand in See stechen. Denn hochmoderne elektronische Geräte haben einen Schwachpunkt: Sie können ausfallen.

Handy

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Besitzt heutzutage fast jeder. Sollte beim Bootsangeln immer an Bord sein, damit im Notfall schnell Hilfe geholt werden kann. Kann auch genutzt werden, um Informationen mit Angelkollegen in anderen Booten auszutauschen oder Wind- und Wetterberichte aus dem Internet abzurufen. Wichtig: Vor einer Ausfahrt immer den Akku vollständig laden und das Gerät grundsätzlich vor (Spritz-) Wasser schützen.

Echolot / Fishfinder

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Galten vor 20 Jahren auf Angelbooten noch als Luxus, sind mittlerweile aber Standard. Ermitteln die Wassertiefe und helfen beim Auffinden von Angelplätzen (z.B. Unterwasserberge, Rinnen, Kanten). Außerdem können Fischschwärme und mitunter auch einzelne Fische geortet werden. Sind aber auch beim Umfahren von Flachwassergebieten hilfreich. Neben Geräten für den Festeinbau in Booten sind portable Ausführungen mit Akku erhältlich.

GPS-Empfänger und Kartenplotter

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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GPS-Empfänger empfangen weltweit Signale von Satelliten und bestimmen anhand dieser Daten (Koordinaten) die aktuelle Position. Neben der aktuellen Position können Entfernungen, Geschwindigkeiten, zurückgelegte Strecken und Fahrtzeiten ermittelt und angezeigt werden. Wird häufig zum Markieren (Speichern) von guten Angelstellen benutzt. Immer zu empfehlen ist auch das Abspeichern des Ausgangspunktes (Hafen o.ä.). Kurz: Diese Geräte lassen metergenaue Navigation zum Kinderspiel werden – vorausgesetzt, man kann die Geräte bedienen und ist mit den Grundlagen der Navigation vertraut.

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Einfache Handgeräte sind kaum größer als ein Handy und werden mit Akkus betrieben. Mittlerweile sind sogar entsprechende Apps erhältlich (meist kostenpflichtig), mit denen sich ein normales Smartphone zu einem brauchbaren GPS-Empfänger bzw. Kartenplotter umfunktionieren lässt.

Kartenplotter sind ebenfalls GPS-Empfänger, aber zusätzlich mit digitalen Seekarten ausgestattet, die auf einem Bildschirm angezeigt werden. Dadurch sind sie eine große Hilfe beim Auffinden von Angelplätzen, aber auch beim Umfahren von Flachwasserbereichen.

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Viele Angelboote sind heutzutage mit Kombi-Geräten ausgestattet. Diese vereinen die Funktionen von Echolot und Kartenplotter in einem Gerät.