Salziges Paradies

Die meisten Angler, die ihren Urlaub in Norwegen verbringen, zieht es an die imposanten Fjorde, an die Küste und auf die unzähligen Inseln des Landes. Dass es Jahr für Jahr immer mehr Angler gen Norden zieht, macht aber überhaupt nichts. Denn die Küstenlänge des norwegischen Festlands beträgt etwa 25.000 Kilometer. Rechnet man die Küstenlänge aller norwegischen Inseln dazu, kommt man auf unglaubliche 83.000 Kilometer. Nur mal zum Vergleich: der Umfang der Erde beträgt am Äquator etwa 40.000 Kilometer. Ein riesiges Revier also  – und so gut wie überall bestehen gute bis sehr gute Fangaussichten.
Doch Norwegen ist nicht gleich Norwegen. Denn während die Fjorde und Küstengewässer Süd- und Mittelnorwegens mit einer großen Artenvielfalt und auch mit kapitalen Fischen locken, nimmt diese nach Norden hin immer weiter ab. Dafür warten im nördlichen Teil des Landes andere Attraktionen auf den Angler. Denn was die Größe der Fische betrifft, ist Nordnorwegen der klare Spitzenreiter. Riesige Heilbutts von mehreren hundert Pfund sowie Dorsche bis weit über 60 Pfund wurden dort in der Vergangenheit von Norwegen-Reisenden gefangen.
Früher waren solche Fänge meist purer Zufall. Inzwischen helfen Satellitennavigation und leistungsstarke Echolote, den Weg zum Fisch – und zurück – zu finden. Viele norwegische Anlagenbetreiber und Ferienhausvermieter sind deshalb mit der Zeit gegangen und bieten ihren Gästen mittlerweile perfekt ausgestattete Mietboote an.