Paradiesische Zustände

Wer beim Angeln in Norwegen erst einmal Feuer gefangen hat, wird dieses meist nicht mehr löschen können – und auch gar nicht mehr löschen wollen. Denn mit einer Küstenlinie von über 83.000 Kilometern, einer beeindruckenden Artenvielfalt und einem Fischreichtum, der in Europa, vielleicht sogar weltweit seinesgleichen sucht, bietet Norwegen unendlich viele Möglichkeiten.
Überwältigend ist auch die Schönheit und Unberührtheit der norwegischen Natur. Dieses Land ist, das kann man ohne zu übertreiben sagen, das (Angler-) Paradies auf Erden. Ein Paradies mit vielen verschiedenen Gesichtern, voller Abwechslung und reich an Fischen. Bei so vielen Möglichkeiten fällt es natürlich schwer, eine Entscheidung zu treffen. Reise ich nach Südnorwegen, oder doch lieber nach West-, Mittel- oder Nordnorwegen? Entscheide ich mich für einen geschützten Fjord, die offene Küste? Oder doch lieber für einen Bach, Fluss oder See? Die Auswahl an Angelrevieren ist einfach umwerfend.

Süd- und Westnorwegen

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de

Die Küstengewässer und Fjorde Süd- und Westnorwegens bieten Meeresanglern vor allem eines: eine große Artenvielfalt. Hier weiß man nie genau, was einem als nächstes an den Haken geht. Und auch kapitale Fische sind immer und überall möglich. Sie wollen einen großen Leng fangen? Oder reizt Sie eher das Spinnfischen auf Pollack und Wolfsbarsch, oder ein Paternoster voll leckerer Makrelen? Kein Problem. Süd- und Westnorwegen locken aber auch mit vielen traumhaften Bächen und Flüssen, in denen man erfolgreich und ungestört auf Lachs, Forelle und Äsche angeln kann. Oder steht Ihnen der Sinn nach Saiblingen, Hechten, Barschen und Zandern? Auch dann sind Sie hier goldrichtig!
Ein großer Pluspunkt dieser Regionen ist auch, dass man dank der schnellen Fährverbindungen und relativ kurzen Anfahrtswege schnell am Ziel ist. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn man mit dem Auto anreisen möchte.
Außerdem finden Sie hier eine Menge Möglichkeiten zur „angelfreien“ Freizeitgestaltung wie zum Beispiel Freizeitparks, Freiluftmuseen, Großaquarien und Schwimmbäder. Besonders für Angler, die gerne mit der Familie nach Norwegen reisen möchten, ist das ein Riesenvorteil.

Mittelnorwegen

Foto: Waldemar Krause / www.media-army.de

Viele Angelreviere, die besonders bei Meeresanglern hoch im Kurs stehen, befinden sich in Mittelnorwegen. Die großen Inseln Hitra, Frøya und Smøla sowie die zahlreichen malerischen Fjorde sind nicht nur aus anglerischer Sicht absolute Highlights, sondern auch landschaftlich äußerst interessant. In Mittelnorwegen treffen und vermischen sich die Artenvielfalt des Südens und der Fischreichtum des Nordens. So gut wie alle Fischarten, die in den Fjorden und Küstengewässern Norwegens vorkommen, geben sich in Mittelnorwegen ein Stelldichein.
Natürlich hat diese Region auch für Süßwasserangler einiges zu bieten – vor allem für jene, die es auf Salmoniden abgesehen haben.
Für eine Reise in diese Region bietet sich zum Beispiel eine Fährüberfahrt nach Südnorwegen an, von dort aus erreicht man mit dem Auto nahezu jedes Ziel in Mittelnorwegen innerhalb eines Tages. Wer schneller vor Ort sein möchte, nimmt das Flugzeug und jettet innerhalb weniger Stunden nach Ålesund, Trondheim, Bodø oder zu einem anderen der zahlreichen Flughäfen in Mittelnorwegen.

Nordnorwegen

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de

Hoch oben im Norden, dort, wo im Sommer die Sonne nicht oder nur für kurze Zeit untergeht, finden Meeresangler, die es auf große Dorsche, Steinbeißer und Heilbutts abgesehen haben, beste Bedingungen vor. Sicher, die Artenvielfalt ist nicht ganz so groß wie in Süd- oder Mittelnorwegen, dafür hat man hier gute Chancen auf den „Fisch des Lebens“. Im Norden des Landes finden sich so legendäre Reviere wie die Lofoten, die Inseln Senja und Sørøya oder das Nordkap. Namen, deren Klang passionierten Meeresanglern ein Leuchten in die Augen zaubern. Und die in so gut wie jedem, der schon einmal dort war, einmalige Erinnerungen wecken. Der Norden Norwegens ist am besten und schnellsten mit dem Flugzeug erreichbar. Bei der An- und Abreise mit dem Auto sollte man sich schon einige Tage Zeit lassen, getreu dem Motto „der Weg ist das Ziel“.