Spinnfischen im Süßwasser

Mit Spinnködern wie Blinkern, Spinnern, Wobblern, Jerkbaits oder Gummiködern lassen sich so gut wie alle in Norwegen heimischen Raubfische überlisten. Das Spinnfischen ist daher eine der effektivsten Methoden, mit der man nur selten Schneider bleiben wird – vorausgesetzt, man setzt den richtigen Spinnköder zur richtigen Zeit am richtigen Gewässer ein.

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Das „klassische“ Spinnfischen auf Fischarten wie Hecht, Barsch und Zander findet vor allem im südlichen Norwegen statt. Dort findet man auch sehr viele Gewässer, in denen erfolgreich auf Salmoniden geangelt werden kann, reine Fliegenfischerstrecken (Fly only) sind relativ selten. Kurz: die Möglichkeiten für Spinnangler sind nahezu unbegrenzt, an den meisten Bächen, Flüssen und Seen ist der Tisch reich gedeckt.

In den Binnengewässern Südnorwegens ist aber nicht nur die Artenvielfalt verhältnismäßig groß, auch die Bestandsdichte kann sich sehen lassen – speziell bei Hechten, Barschen und Forellen. Angler, die es auf diese Fische abgesehen haben, können hier wahre Sternstunden mit vielen und auch großen Fischen erleben. Allerdings sollte man nicht jeden gefangenen Fisch entnehmen, sondern behutsam mit den Beständen umgehen und auch öfter mal einen Fisch zurücksetzen.

Foto: Waldemar Krause / www.media-army.de
Foto: Waldemar Krause / www.media-army.de

Das gilt natürlich auch und ganz besonders an Gewässern, in denen überwiegend oder ausschließlich Salmoniden vorkommen. Auch diese Gewässer findet man in Südnorwegen reichlich. An vielen dieser Gewässer hat man als Spinnangler jedoch häufig das Nachsehen. Hier ist man erfolgreicher, wenn man mit der Fliegenrute loszieht.
Hechte und Barsche kommen natürlich auch in einigen Gewässern Mittel- und Nordnorwegens vor, trotzdem überwiegen dort vor allem Salmoniden wie Bachforelle und Meerforelle, Lachs, Saibling und Äsche. Alle diese Fischarten sprechen oft sehr gut auf Spinnköder an.

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de

Allerdings muss auch ganz klar gesagt werden, dass nicht alle Gewässer gleich gut sind. Es ist deshalb immer zu empfehlen, sich bereits im Vorfeld einer Reise genau zu informieren. Die meisten Angelreiseveranstalter können zu den von ihnen angebotenen Reisezielen detaillierte Angel-Infos liefern. Vor Ort sollte man sich außerdem nicht scheuen, seine Gastgeber oder andere Angler nach guten Gewässern zu befragen, wichtige und hilfreiche Informationen bekommt man außerdem in Angelläden vor Ort. Und wenn die Möglichkeit besteht, einen Guide zu engagieren, sollte man dies in jedem Fall tun.