Fliegenfischen im Süßwasser

Gewässer, die sich in erster Linie fürs Fliegenfischen eignen, gibt es in Norwegen zuhauf. Dadurch kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass Norwegen ein Paradies für Angler ist, die gerne mit Trocken- und Nassfliege, Streamer oder Nymphe angeln. Das ist wohl auch der Hauptgrund, weshalb auch viele einheimische Angler das Fliegenfischen klar favorisieren. Es kann sogar schon als eine Art Volkssport bezeichnet werden.

Foto: Yngve Ask / www.visitnorway.com
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Viele Angler, die in der Vergangenheit nach Norwegen kamen und bis dahin noch nie mit Fliege oder Nymphe gefischt hatten, kehrten als begeisterte Fliegenfischer nach Hause zurück. Es sind vor allem die Bäche und kleinen Flüsse in den Hochlagen, die mit teils exzellenten Forellen- und Äschenbeständen locken. Ganz zu schweigen von den vielen erstklassigen Lachs– und Meerforellenflüssen, in denen jedes Jahr rund 150.000 Lachse gefangen werden – viele davon mit der Fliegenrute und von ausländischen Angeltouristen.

Foto: Yngve Ask / www.visitnorway.com
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Fest steht: nirgendwo in Europa sind die Chancen besser, einen der „Könige der Fische“ an den Haken zu bekommen, Exemplare von über 15 Kilo werden in norwegischen Gewässern eigentlich jedes Jahr gefangen.
Und was besonders erfreulich ist: das Fliegenfischen – ob auf Lachs oder andere Arten – hat in Norwegen keinen elitären „Touch“, sondern ist eine ganz normale und weit verbreitete Methode, bei der es außer um Ruhe und Erholung vor allem um eines geht: ums Fischefangen.
Die Preise für Erlaubnisscheine zum Angeln an norwegischen Salmonidengewässern halten sich größtenteils in Grenzen. Eine staatliche Fischereiabgabe muss nur dann entrichtet werden, wenn man an Wasserläufen mit Lachs-, Meerforellen- oder Wandersaiblingsaufstieg angeln möchte und älter als 16 Jahre ist.

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de

Die Abgabe kann landesweit bei Postämtern oder Postfilialen (z.B. in Supermärkten) sowie bei Banken eingezahlt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Gebühr per Kreditkartenzahlung zu entrichten. Die Quittung gilt als Nachweis und muss beim Angeln mitgeführt werden. Zusätzlich muss ein Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer erworben werden.

Aber so gut die Angelbedingungen und die Fischbestände in norwegischen Gewässern auch sind: Um Fische zu fangen, muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Eine Guidingtour mit einem ortskundigen Angelführer ist in jedem Fall sinnvoll und kann einen vor Misserfolgen bewahren.