Angeln mit Gummifisch

Foto: Waldemar Krause / www.media-army.de

Schwer in Mode gekommen ist in den letzten Jahren das Angeln mit Gummifischen. Und zwar nicht nur beim Angeln im Süßwasser, sondern auch beim Angeln im Salzwasser. Viele Meeresangler haben sogar komplett auf Gummifische umgestellt und die Pilker aus ihren Köderboxen verbannt. Ein großer Vorteil dieser Köder ist ihre Beweglichkeit. Dadurch wirken sie echter und natürlicher als starre und harte Metallköder wie Pilker oder Blinker. Und aufgrund ihrer Weichheit kommt es häufig sogar vor, dass Raubfische nach einer Attacke oder nach einem Fehlbiss wiederholt zupacken. Im Gegensatz zu Pilkern bieten Gummifische außerdem wesentlich mehr Variationsmöglichkeiten. So kann man beispielsweise durch die Wahl des Bleikopfes direkten Einfluss auf die Absinkgeschwindigkeit und auf das Laufverhalten des Köders nehmen.

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Ein weiterer Vorteil von Gummifischen ist, dass man mit ihnen sowohl vom Boot oder Kutter als auch vom Ufer aus angeln kann. Da die verwendeten Bleiköpfe nur über einen Einzelhaken verfügen, der obendrein noch nach oben gerichtet ist, besteht weit weniger Hängergefahr als beim Angeln mit Pilkern.
Gummifische gibt es in -zig verschiedenen Farben, Formen und Größen, auch bei den dazugehörigen Bleiköpfen ist die Auswahl groß. Je nach Tiefe, Strömung und Zielfisch kommen in Norwegen meist 12 bis 30 Zentimeter lange Modelle zum Einsatz, passende Bleiköpfe wiegen zwischen 40 und 300 Gramm.

Vorgehensweise beim Gummifischangeln

Foto: Matthias Wendt / www.media-army.de
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Meist wird der Köder am Boot abgelassen, leichte Varianten bis maximal 150 Gramm Gesamtgewicht können auch geworfen werden. Anschließend lässt man den Gummifisch bis zum Grund absinken. In dieser Phase bewegt sich der Köder bereits so verführerisch, dass auch im Mittelwasser jagende Raubfische darauf einsteigen.
Wer beim Meeresangeln bisher nur mit Pilkern geangelt hat, muss sich beim Angeln mit Gummifischen etwas umstellen. Diese werden nämlich deutlich passiver und ruhiger bewegt, ruckartige und weit ausholende Bewegungen wie beim Pilken sind beim Angeln mit Gummifischen eher kontraproduktiv. Oft wird der Köder lediglich gehalten, nur Drift und Strömung versetzen ihn in Bewegung.
Äußerst effektiv kann es auch sein, den Gummifisch nach dem Grundkontakt langsam wieder einzuholen. Besonders beim Angeln auf Heilbutt ist dies oft die beste Möglichkeit, im Mittelwasser raubende Fische zum Biss zu verleiten.

Zielfische beim Gummifischangeln

Mit Gummifischen lassen sich so gut wie alle Raubfischarten überlisten. In den Küstengewässern und Fjorden Norwegens sind dies vor allem Dorsche, Köhler, Pollacks und Heilbutte. Seltener sind Fänge von Steinbeißern, Wittlingen, Schellfischen und großen Plattfischen.