Norwegens silberne Schätze

Die einheimischen Angler wissen es längst: Lachse und Meerforellen werden in Norwegen nicht nur im kristallklaren Wasser der zahlreichen Flüsse gefangen, sondern auch an der Küste und in den Fjorden – und zwar nicht nur zufällig, sondern auch gezielt. Ein weiterer Grund, zu einem Angelurlaub nach Norwegen aufzubrechen._WKR8863as

Überall dort, wo Süßwasser aus Bächen und Flüssen in die Fjorde strömt, stehen die Chancen auf Lachse und Meerforellen besonders gut, denn diese Bereiche wirken auf die begehrten Salmoniden wie Magnete. Meerforellen können in Norwegens Fjorden und Küstengewässern nahezu ganzjährig gefangen werden, als besonders fangträchtig gilt jedoch die Zeit von März bis Juni. Die Lachse sind im Vergleich zu Meerforellen zwar nicht ganz so zahlreich vertreten, werden im Salzwasser aber immer wieder gefangen. Meist handelt es sich dabei um Fische, die auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sind. Häufig verweilen sie noch eine Weile in den Mündungsbereichen, um einen günstigen Zeitpunkt für den Aufstieg abzuwarten. Bedenken Sie dabei aber immer, dass unmittelbar vor den Mündungen größerer Bäche und Flüsse das Angeln verboten sein kann.

In der Zeit von Mai bis Oktober bestehen eindeutig die besten Fangchancen. Das Angeln lohnt sich dann besonders morgens und abends, manchmal aber auch mitten am Tag, bei strahlendem Sonnenschein. Und das Beste: Sie müssen nicht bis weit in den hohen Norden reisen, um erfolgreich auf diese Fische angeln zu können. Auch in Süd- und Westnorwegen stehen die Chancen wirklich gut.

Schleppen und suchen

_WKR8889Der Vorteil gegenüber dem Angeln in den Flüssen besteht vor allem darin, dass die Fische nicht nur aus reiner Aggressivität oder aus einer Laune heraus nach dem Köder schnappen, sondern sich häufig aktiv auf Nahrungssuche befinden. Der Nachteil ist, dass die Fische gesucht werden müssen und es – abgesehen von Süßwassereinläufen – keine richtigen Hot Spots gibt. Doch wenn Sie die Fische gefunden haben, wird es oftmals nicht nur bei Einzelfängen bleiben.

Das Spinnfischen, aber auch das Fliegenfischen vom Ufer kann einem gute Fänge bescheren. Doch wer über ein Boot verfügt, ist klar im Vorteil, weil sich damit große Wasserflächen und lange Uferlinien absuchen lassen. Die Norweger setzen meist auf das Schleppangeln mit Blinkern, oder mit in Reihe geschalteten Fliegen. Beliebt ist auch das Schleppen mit Spinnern, da diese starke Druckwellen aussenden und von den Fischen dadurch nicht nur optisch wahrgenommen werden. Selbstverständlich funktionieren auch Wobbler, wobei diese nicht zu groß gewählt werden sollten. Schlanke Modelle in Längen zwischen 10 und 12 Zentimetern sind sowohl für Meerforellen als auch für Lachse perfekt geeignet. Besonderes Gerät ist nicht zwingend notwendig. Eine Spinnrute mit 20-40 Gramm Wurfgewicht reicht vollkommen aus. Probieren Sie, relativ dicht am Ufer entlang zu schleppen. Ein Abstand von 10, höchstens 20 Metern ist ideal. Das Schlepptempo sollte immer so gewählt werden, dass die Köder perfekt laufen. In der Regel liegt es zwischen 3 und 5 km/h.

Also, probieren Sie es einfach mal aus! Die Chancen auf heiße Drills und den Fang dieser tollen Fische stehen gut. Und nebenbei können Sie jederzeit mit dem Biss eines Pollacks, Köhlers oder Dorsches rechnen.